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Mit diesem Slow-Living-Tipp hast du weniger Stress

Weniger Stress, mehr Wohlbefinden: Slow Living setzt auf natürliche Materialien, Minimalismus und eine entspannte Atmosphäre. Wie du diesen Wohnstil umsetzt und welche Elemente dabei helfen, erfährst du hier.

Natürliche Materialien für ein harmonisches Wohngefühl

Slow Living setzt auf Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit – und das spiegelt sich in der Einrichtung wider. Möbel aus Holz, Textilien aus Leinen oder Baumwolle sowie Dekorationselemente aus Stein oder Keramik sorgen für eine warme Atmosphäre.

Holzmöbel mit einer unbehandelten oder geölten Oberfläche bringen eine natürliche Wärme ins Zuhause. Massivholztische, Regale aus Eiche oder Wandpaneele aus Bambus schaffen ein ruhiges Ambiente. Besonders harmonisch wirken Kombinationen aus verschiedenen Naturmaterialien, etwa eine Couch aus Leinen mit einem Couchtisch aus Holz und einer Stehlampe mit einem Keramikfuß.

Minimalistische Möbel für mehr Klarheit

Weniger ist mehr: Statt überladener Räume setzt Slow Living auf klare Strukturen und funktionale Möbel. So bleibt mehr Raum für Entspannung.

Ein schlichter Esstisch mit geradlinigem Design, kombiniert mit bequemen Stühlen aus Naturmaterialien, sorgt für eine ruhige Essensatmosphäre. Modulare Möbelsysteme bieten praktischen Stauraum, ohne den Raum zu überladen. Dabei spielen gedeckte Farben wie Beige, Creme oder sanfte Erdtöne eine entscheidende Rolle. Sie lassen das Zuhause harmonischer wirken und verstärken das Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.

Die Ursprünge von Slow Living

Die Slow Living Bewegung hat ihren Ursprung in der Slow Food Bewegung, die in den 1980er Jahren in Italien als Reaktion auf die zunehmende Verbreitung von Fast Food entstand. Carlo Petrini gründete 1986 die Organisation Slow Food, die traditionelle, nachhaltige Lebensmittelproduktion und bewusstes Genießen fördert. Aus dieser Philosophie entwickelte sich Slow Living als ganzheitlicher Ansatz, der über die Ernährung hinausgeht und eine entschleunigte, bewusste Lebensweise in allen Lebensbereichen umfasst. Der Trend umfasst mittlerweile auch Bereiche wie Slow Money, Slow Cities und nachhaltige Konsumgewohnheiten.

Ordnungssysteme, die für Ruhe sorgen

Chaos kann Stress verursachen – umso wichtiger sind clevere Ordnungssysteme, die nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch ansprechend sind.

Offene Regale mit wenigen, sorgfältig ausgewählten Dekorationselementen verhindern überladene Räume und lenken den Blick auf das Wesentliche. Geflochtene Aufbewahrungskörbe aus Naturfasern helfen, Kleinkram stilvoll zu verstauen. Eine gut durchdachte Schrankeinteilung sorgt für mehr Struktur und verhindert Unordnung. Auch ein minimalistischer Kleiderschrank mit bewusst gewählten Kleidungsstücken trägt zur Entspannung im Alltag bei.

Gemütliche Beleuchtung für eine entspannte Atmosphäre

Licht beeinflusst unser Wohlbefinden enorm. Warmweiße LEDs, dimmbare Lampen und Kerzen tragen zur Entschleunigung bei.

Natürliche Lichtquellen wie Kerzen oder Salzkristalllampen schaffen eine behagliche Stimmung. Dimmbares, warmes Licht in Wohnzimmer und Schlafzimmer fördert die Entspannung am Abend. Dabei sind indirekte Lichtquellen, etwa durch LED-Streifen hinter Möbeln oder Stehleuchten mit Stoffschirmen, besonders angenehm.

Farben und Materialien für mehr Ruhe

Sanfte Farbtöne wie Beige, Hellgrau oder gedeckte Grün- und Blautöne verstärken den Slow-Living-Stil. Diese Farben wirken beruhigend und lassen sich ideal mit Naturmaterialien wie Holz, Leinen oder Wolle kombinieren.

Ergänzt wird die Farbpalette durch natürliche Texturen: Ein handgewebter Wollteppich, Leinenkissen oder Vorhänge aus Bio-Baumwolle schaffen eine angenehme Haptik und unterstreichen das harmonische Raumgefühl. Eine dezente Dekoration mit getrockneten Blumen, handgetöpferter Keramik oder einem schlichten Wandbild aus Naturmaterialien rundet das Gesamtbild ab.

Pflanzen für eine natürliche Atmosphäre

Pflanzen spielen eine zentrale Rolle im Slow Living Konzept. Sie verbessern das Raumklima, bringen ein Stück Natur ins Zuhause und haben eine beruhigende Wirkung. Besonders pflegeleichte Zimmerpflanzen wie Monstera, Farn oder Aloe Vera fügen sich harmonisch in das Wohnkonzept ein.

Große Pflanzen können gezielt als Raumelemente genutzt werden, um Struktur in offene Wohnräume zu bringen. Hängende Pflanzen, wie Efeututen oder Philodendron, lockern minimalistische Einrichtungen auf und schaffen eine natürliche Balance.

Drei Einrichtungsgegenstände, die dein Zuhause im Slow-Living-Stil bereichern

Um den Slow-Living-Stil perfekt abzurunden, können gezielt ausgewählte Möbelstücke und Accessoires helfen. Hier sind drei beliebte Einrichtungsgegenstände, die sich ideal einfügen:

  1. Holzbett aus Massivholz – Ein minimalistisches Bett aus Eiche oder Kiefer sorgt für eine ruhige Schlafumgebung und unterstützt das natürliche Raumklima. Hier ansehen.
  2. Leinenvorhänge in Naturtönen – Diese Vorhänge schaffen eine weiche Lichtstimmung und fügen sich harmonisch in das Slow-Living-Konzept ein, günstige findest du ein Exemplar zum Beispiel bei Jysk.
  3. Keramik-Vase mit handgefertigtem Design – Schlichte, natürliche Dekorationselemente wie handgetöpferte Keramikvasen setzen dezente Akzente. Beispielsweise die von Ikea.

Entschleunigung durch bewusste Einrichtung

Slow Living bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen. Jedes Einrichtungsstück sollte eine Funktion haben und zum eigenen Wohlbefinden beitragen. Das kann bedeuten, nur wenige, aber hochwertige Möbelstücke zu besitzen oder bewusst auf Dekoration zu setzen, die einen persönlichen Bezug hat.

Insgesamt fördert eine durchdachte Einrichtung nach den Prinzipien des Slow Living eine ruhige, entschleunigte Atmosphäre. Das Zuhause wird zum Rückzugsort, an dem man abschalten, entspannen und neue Energie tanken kann.

Weniger ist mehr – auch bei der Einrichtung

Slow Living ist mehr als ein Einrichtungstrend – es ist eine bewusste Entscheidung für ein ruhigeres, ausgeglicheneres Leben. Natürliche Materialien, eine reduzierte Farbpalette und clevere Ordnungssysteme helfen dabei, Stress zu reduzieren und ein harmonisches Zuhause zu schaffen. Wer bewusst auswählt, kann mit wenigen, aber gezielt eingesetzten Elementen eine Oase der Entspannung gestalten.

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